Jagdrevier Internet

Eines meiner beliebtesten Jagdreviere, wie sollte es anders sein, ist das Internet...oder besser gesagt, die verfügbaren Messenger. Im Yahoo-Messi bin ich irgendwann auf Sandra gestoßen. Sandra war 28, geschieden, hatte einen Freund, der nicht bei ihr wohnte und kam aus Ense im Sauerland.

Am Anfang stand die übliche Koversation: Wie alt bist Du, wie heißt Du, woher kommst Du, was machst Du...

Irgendwann wurde es dann privater. Sie erzählte mir, dass ihr Freund nicht gerade zärtlich ist und auch sonst mit Liebe und Romantik nicht viel am Hut hatte. Das Sexleben war alles andere als befriedigend. Und genau hier konnte ich ansetzen.

Die Chats wurden immer privater und vertraulicher. Schließlich kam es zum ersten CS. Ich war überrascht, wieviel Phantasie Sandra entwickeln konnte, wenn es um die schönste Sache der Welt ging.

Doch irgendwann reichte das nicht mehr. Man kam auf das Thema "Blind-Date" zu sprechen. Wir hatten uns zwar schon Fotos zugeschickt, jedoch immer so, dass das Gesicht nicht wirklich erkennbar war. Stets war ein dicker weißer Balken über unsere Augen gezogen.

Sandra war mehr als attracktiv. Sie war schlank, hatte naturrote Haare und kleine Brüste. Soviel wusste ich schon. Dass sie das Wort Blind-Date allerdings wörtlich nahm, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.

Im November war es dann soweit. Wir trafen uns, wie seit ca. drei Wochen fast täglich, abends im Chat. Ich war überrascht, als sie mich fragte, ob ich ihr verraten würde, wo genau ich wohne und ob ich wollte, dass sie vorbeikommt. Natürlich wollte ich. Die Frage war eigentlich überflüssig. Doch daran war eine Bedingung geknüpft: Es musste stockdunkel sein!

Ich könnte meinen Vermieter heute noch knutschen, dass er das Haus mit Rollladen ausgestattet hatte, denn wenn die unten waren, war es wirklich stockdunkel. Das teilte ich Sandra auch mit. Und tatsächlich. Nachdem ich ihr die Adresse nannte, ca. 40 km von Ense entfernt, klinkte sie sich nach einem kurzen "Bis gleich" aus dem Messi aus.

Ehrlich gesagt, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, dass Sandra kam. Sie wusste nun zwar meinen Nachnamen, meine Adresse und hatte meine Handynummer, doch das hieß ja nicht, dass sie wirklich kommen würde. Trotzdem bereitete ich alles vor. Geduscht war ich, aufgeräumt war sowieso und außer eine Kerze brannte kein Licht.

Nach einer Stunde hatte ich die Hoffnung bereits aufgegen und wollte gerade wieder den PC hochfahren, als gegen 22:30 Uhr mein Handy klingelte. Das es Sandra war, hatte ich mir fast gedacht und ich rechnete schon mit einer Entschuldigung für das Nichterscheinen. "Hallo Sandra" meldete ich mich. "Hi, ich bin da. Du hältst Dein Versprechen? Kein Licht? Keine Kerzen?" fragte sie noch. "Versprochen!" antwortete ich kurz und blies auch schon die Kerze aus.

Sandra hatte eine Stimme, die mich die Sängerin Michelle erinnerte.

Kurz darauf schellte es und ich öffnete die Tür. Dort stand sie im dunklen Flur.

Ich bat sie herein und zu mehr als einem kurzen "Hallo" kamen wir nicht mehr. Noch während wir uns wild küssend zum Schlafzimmer tasteten, entfernten wir uns von lästigen Kleidungsstücken. Bei dem Bett angekommen waren wir fast nackt. Unsere Hände erforschten die Körper bis auch das letzte Stück Stoff irgendwo in der Finsternis verschwand.

Was dann folgte, war ein Vulkanausbruch. Selten hatte ich soviel Leidenschaft und Hingabe erlebt wie bei Sandra. Sie war laut, so laut, dass ich einen kurzen Augenblick an das alte Paar nebenan dachte. Aber dieser Augenblick war schneller verflogen, als er kam. Nach knapp einer Stunde lagen wir geschafft aber irgendwie glücklich nebeneinander und genossen die Streicheleinheiten danach. Nach einer weiteren knappen halben Stunde meinte Sandra "Ich muss los."

Zusammen suchten wir ihre Sachen, was in der Finsternis nicht gerade einfach, dafür aber recht lustig war. Das Licht durfte ich nämlich immer noch nicht anmachen.

Wir küssten uns noch einmal leidenschaftlich, dann führte ich Sandra zur Tür und sie fuhr wieder zurück nach Ense.

Ein Souvenier ist mir geblieben. In der Dunkelheit hatten wir die T-Shirts verwechselt, so dass sie nun meines anhatte un ihr Shirt bei mir ließ.

Das Letzte, was ich von Sandra bekam war eine SMS, kurz nachdem sie wegfuhr. "Es war wunderschön." Danach hörte ich nie wieder etwas von ihr.

14.10.07 17:54, kommentieren

Männer denken immer nur...

an das Eine. Stimmt!

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Männer ca. alle vier Minuten an Sex denken. Das stimmt nicht. Es sind alle vier Sekunden. So lange dauert es ungefähr, bis der Gedanke zuende ist und ein neuer Gedanke entsteht. Also könnte man sagen, Männer denken immer an Sex.

Ich bilde da keine Ausnahme. Im Laufe der Jahre habe ich jedoch gelernt, damit umzugehen. Nicht dass ich aufdringlich bin. Im Gegenteil. Ich habe Geduld, wie ein Raubtier, das auf seine Beute lauert.

Männer sind Jäger und Sammler. Eigentlich sollte es ja heißen Jäger ODER Sammler. Ich gehöre zur Gattung der Jäger. Doch wie stellt man oder Frau sich das vor?

Egal wo ich bin, meine Gedanken sind nur bei einem Thema. Ob in der City, unterwegs mit dem Auto, beim Spazieren, im Restaurant; überall gibt es Frauen, die meine Fantasie beflügeln. Dabei spielt der Typ Frau keine Rolle. Egal ob blond, braun oder rot, ob lange oder kurze Haare, schlank oder mollig; sobald irgendetwas an Ausstrahlung vorhanden ist, schaltet mein Hirn auf Flirtalarm.

Bei den Augen fängt es an. Bei Augen, die das gewisse Etwas haben, stelle ich mir diese mit sinnlichen und leidenschaftlichen Blicken vor. Weiter geht es zum Mund. Bei der Vorstellung, diesen Mund zu küssen und was sie damit sonst noch anstellen könnte, wird mir schon ganz heiß. So geht es weiter; von der Brust zu den Hüften, weiter zum Po bis zu den Beinen.

Das Flirten stellt sich automatisch ein. Wie gesagt: Flirten! Plumpe Anmache dagegen ist ein echter Jagdkiller. Doch das Ziel ist stets dasselbe.

Über meine Erlebnisse möchte ich in diesem Blog berichten. Über die Jahre sind dabei einige Abenteuer herausgekommen. Die meisten wild und leidenschaftlich, einige extrem und eigenartig, andere widerum peinlich und unangenehm.

Übrigens: Sexsucht ist kein reines Männerproblem. Mindestens genauso viele Frauen suchen das Gleiche: Ein Abenteuer zur Befriedigung der unendlichen sexuellen Bedürfnisse.

14.10.07 16:18, kommentieren